Bei den IHK-Berufsinfotagen 2012 am Mittwoch, 7. November von 13 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 8. November von 10 bis 17 Uhr präsentieren wieder zahlreiche Unternehmen aus der Region ein vielfältiges Angebot an Ausbildungsberufen in der IHK-Akademie Reutlingen im Industriegebiet Mark-West.
Vorgestellt werden kaufmännische Berufe, Dienstleitungsberufe und teilweise technische Berufe. Das Spektrum reicht von den IT- Berufen wie Fachinformatiker oder IT-Systemkaufmann/-frau bis hin zu den klassischen kaufmännischen Berufen wie zum Beispiel Bankkaufmann/Bankkauffrau, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder Einzelhandelskaufmann/-frau. Auch werden in diesem Jahr verschiedene BA-Studiengänge von den Betrieben angeboten. Informationen aus erster Hand bekommen interessierte Schüler und ihre Eltern dabei nicht nur von den Firmen selbst, sondern auch von deren Lehrlingen. Auch die Ausbildungsberater der IHK-Reutlingen stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Zudem ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Reutlingen mit einem Info- und Beratungsstand vertreten.
Vorgestellt werden kaufmännische Berufe, Dienstleitungsberufe und teilweise technische Berufe. Das Spektrum reicht von den IT- Berufen wie Fachinformatiker oder IT-Systemkaufmann/-frau bis hin zu den klassischen kaufmännischen Berufen wie zum Beispiel Bankkaufmann/Bankkauffrau, Bürokaufmann/Bürokauffrau oder Einzelhandelskaufmann/-frau. Auch werden in diesem Jahr verschiedene BA-Studiengänge von den Betrieben angeboten. Informationen aus erster Hand bekommen interessierte Schüler und ihre Eltern dabei nicht nur von den Firmen selbst, sondern auch von deren Lehrlingen. Auch die Ausbildungsberater der IHK-Reutlingen stehen für Beratungsgespräche zur Verfügung. Zudem ist die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Reutlingen mit einem Info- und Beratungsstand vertreten.
Die IHK-Akademie Reutlingen liegt direkt an der B28 Reutlingen-Tübingen nahe der Ausfahrt Reutlingen-West. Mit dem Bus erreicht man die IHK-Akademie mit der Linie 10 ab Reutlingen Stadtmitte, Ausstieg: Täleswiesenstraße.
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Fragen zu den IHK-Berufs-Infotagen beantwortetHerr Hans-Jörg ThomaAusbildungsberater Bereich: Aus- und Weiterbildung Telefon: 07121 / 201-164 E-Mail: E-Mail verfassen vCard herunterladen |
Daimler, Deutsche Telekom, Hugo Boss – an klangvollen Namen aus unterschiedlichen Branchen hat es den IHK-Berufsinfotagen noch nie gemangelt. Und das aus gutem Grund, denn an den beiden November-Tagen in der IHK-Akademie Reutlingen war auch 2011 die Zukunft der Unternehmen zum Greifen nahe.
Stichwort Fachkräftemangel oder wachsende Bewerberlücken auf dem Ausbildungsmarkt: Den über 40 austellenden Firmen und Branchenverbänden war offensichtlich klar, dass sie sich von ihren allerbersten Ausbildungs-Seiten zeigen müssen, wenn sie sich nicht künftig in einem Hauen und Stechen um qualifiziertes Personal wiederfinden wollen. Wenn der Andrang auf der Bildungsmesse in früheren Jahren auch etwas stärker gewesen sein mag, brachten die rund 1500 jugendlichen Besucher - davon viele in erwachsener Begleitung - umso mehr Bereitschaft zu ernsthaften Gesprächen mit. "Wer hier mit seinen Eltern herkommt, hat wirklich Interesse, etwas mitzunehmen", brachte Irene Schweizer von der Raiffeisenbank Oberes-Gäu die beste Voraussetzung für einen guten Kontakt auf den Punkt. An dem Stand mit dem blau-orangen Logo präsentierten sich übrigens mehrer genossenschaftliche Banken aus dem Kreis Tübingen. "Wir haben alle das gleiche Problem: Gute Auszubildende zu gewinnen", erklärte Gudrun Weinheimer von der Volksbank Tübingen, und deutete dabei auch auf die anderen Aussteller.
Das angenehme Ambiente und den "guten Umgang untereinander" bestätigte Stefan Huster, Ausbildungsverantwortlicher für die angehenden Fachinformatiker bei Elusoft aus Dettenhausen. Der Betrieb mit 20 Mitarbeitern müsse jede Gelegenheit zur Präsentation nützen und er selbst profitiere vom Erfahrungsaustausch mit den Ausbilder-Kollegen. Als eines der - an der Mitarbeiterzahl gemessen - kleinsten Unternehmen zeigte sich der Bausystem-Anbieter Megabloc aus Metzingen, wenn auch mit "Familienanschluss", denn die "Mutter" Koch Kieswerk und Transporte war ebenfalls vertreten. Ausbilder Patrick Decker kam der Vorteil des Dialogs entgegen, um den Vorzug einer Ausbildung in zwei unterschiedlich strukturierten Unternehmen darzulegen: Bei Megabloc sei der Azubi in die gesamten Abläufe und in vor allem früh in die Praxis eingebunden, zur soliden fachlichen Basis trage die Ausbildungsgemeinschaft mit den Industriekaufleuten bei Koch bei.
Nebenbei wies Decker auf einen offene Lehrstelle bei Koch zum Berufskraftfahrer hin. Abhilfe war zu diesem Zeitpunkt aber möglicherweise schon unterwegs, denn Wolfgang Wiese vom Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes hatte da nach eigener Aussage schon mehrere aussichtsreiche Kandidaten weiter vermittelt. Sein verband mit gut 1000 Ausbildungsbetrieben sei auf der Ausstellung, um ihre gesamte Bandbreite aufzuzeigen: "Wir bilden fast jeden Beruf aus, bis hin zum Bachelor-Studium." Aussichten auf einen akademischen Abschluss bot übrigens ein großer Teil der Aussteller. So berichtete beispielsweise am Stand von Kirchhof Systembau aus Münsingen Raphael Schäfer aus seinem dualen Bachelor-Studium, das eine Lehre im Stahlbetonbau voraussetzt: "Die Praxis gehört dazu, man wird später im Beruf viel mehr ernst genommen, wenn man etwa eine Kolonne auf dem Bau führen muss." Dass die Lehre ein erster Schritt in Richtung Führungsaufgaben sein kann, bestätigte auch die Reutlinger DM-Filialleiterin Nancy Lautenschläger: "Nach der Ausbildung kann schon die stellvertretende Fillialleitung winken, der weitere Weg nach oben ist offen." Ein Karriereweg kann allerdings auch bewusst über lohnende Umwege zum Ziel führen, wie Bosch-Ausbildungskoordinator Gerd Buch sagtre: "Wir brauchen Facharbeiter und wir brauchen Ingenieure." Angesichts geburtenschwacher Jahrgänge sei dies auch für große Unternehmen kein leichtes Unterfangen. Bosch bilde deshalb über den eigenen Bedarf aus, auch um Azubis an ein Studium heranzuführen. "Wenn sie dann damit fertig sind, kommen sie hoffentlich zu uns zurück", erklärte Buch die Strategie der frühzeitigen Bindung von künftigen Hochqualifizierten, an der langfristig die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Konzerne hängen kann. Wenn das Kalkül aufgeht, dürfte so mancher Aussteller auf den Berufsinfotagen seiner Zukunft die Hand geschüttelt haben.
Stichwort Fachkräftemangel oder wachsende Bewerberlücken auf dem Ausbildungsmarkt: Den über 40 austellenden Firmen und Branchenverbänden war offensichtlich klar, dass sie sich von ihren allerbersten Ausbildungs-Seiten zeigen müssen, wenn sie sich nicht künftig in einem Hauen und Stechen um qualifiziertes Personal wiederfinden wollen. Wenn der Andrang auf der Bildungsmesse in früheren Jahren auch etwas stärker gewesen sein mag, brachten die rund 1500 jugendlichen Besucher - davon viele in erwachsener Begleitung - umso mehr Bereitschaft zu ernsthaften Gesprächen mit. "Wer hier mit seinen Eltern herkommt, hat wirklich Interesse, etwas mitzunehmen", brachte Irene Schweizer von der Raiffeisenbank Oberes-Gäu die beste Voraussetzung für einen guten Kontakt auf den Punkt. An dem Stand mit dem blau-orangen Logo präsentierten sich übrigens mehrer genossenschaftliche Banken aus dem Kreis Tübingen. "Wir haben alle das gleiche Problem: Gute Auszubildende zu gewinnen", erklärte Gudrun Weinheimer von der Volksbank Tübingen, und deutete dabei auch auf die anderen Aussteller.
Das angenehme Ambiente und den "guten Umgang untereinander" bestätigte Stefan Huster, Ausbildungsverantwortlicher für die angehenden Fachinformatiker bei Elusoft aus Dettenhausen. Der Betrieb mit 20 Mitarbeitern müsse jede Gelegenheit zur Präsentation nützen und er selbst profitiere vom Erfahrungsaustausch mit den Ausbilder-Kollegen. Als eines der - an der Mitarbeiterzahl gemessen - kleinsten Unternehmen zeigte sich der Bausystem-Anbieter Megabloc aus Metzingen, wenn auch mit "Familienanschluss", denn die "Mutter" Koch Kieswerk und Transporte war ebenfalls vertreten. Ausbilder Patrick Decker kam der Vorteil des Dialogs entgegen, um den Vorzug einer Ausbildung in zwei unterschiedlich strukturierten Unternehmen darzulegen: Bei Megabloc sei der Azubi in die gesamten Abläufe und in vor allem früh in die Praxis eingebunden, zur soliden fachlichen Basis trage die Ausbildungsgemeinschaft mit den Industriekaufleuten bei Koch bei.
Nebenbei wies Decker auf einen offene Lehrstelle bei Koch zum Berufskraftfahrer hin. Abhilfe war zu diesem Zeitpunkt aber möglicherweise schon unterwegs, denn Wolfgang Wiese vom Verband des Württembergischen Verkehrsgewerbes hatte da nach eigener Aussage schon mehrere aussichtsreiche Kandidaten weiter vermittelt. Sein verband mit gut 1000 Ausbildungsbetrieben sei auf der Ausstellung, um ihre gesamte Bandbreite aufzuzeigen: "Wir bilden fast jeden Beruf aus, bis hin zum Bachelor-Studium." Aussichten auf einen akademischen Abschluss bot übrigens ein großer Teil der Aussteller. So berichtete beispielsweise am Stand von Kirchhof Systembau aus Münsingen Raphael Schäfer aus seinem dualen Bachelor-Studium, das eine Lehre im Stahlbetonbau voraussetzt: "Die Praxis gehört dazu, man wird später im Beruf viel mehr ernst genommen, wenn man etwa eine Kolonne auf dem Bau führen muss." Dass die Lehre ein erster Schritt in Richtung Führungsaufgaben sein kann, bestätigte auch die Reutlinger DM-Filialleiterin Nancy Lautenschläger: "Nach der Ausbildung kann schon die stellvertretende Fillialleitung winken, der weitere Weg nach oben ist offen." Ein Karriereweg kann allerdings auch bewusst über lohnende Umwege zum Ziel führen, wie Bosch-Ausbildungskoordinator Gerd Buch sagtre: "Wir brauchen Facharbeiter und wir brauchen Ingenieure." Angesichts geburtenschwacher Jahrgänge sei dies auch für große Unternehmen kein leichtes Unterfangen. Bosch bilde deshalb über den eigenen Bedarf aus, auch um Azubis an ein Studium heranzuführen. "Wenn sie dann damit fertig sind, kommen sie hoffentlich zu uns zurück", erklärte Buch die Strategie der frühzeitigen Bindung von künftigen Hochqualifizierten, an der langfristig die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Konzerne hängen kann. Wenn das Kalkül aufgeht, dürfte so mancher Aussteller auf den Berufsinfotagen seiner Zukunft die Hand geschüttelt haben.


